100. Geburtstag von Heinrich Böll

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

100. Geburtstag von Heinrich Böll – Grütters: Bleibende literarische Instanz der Bundesrepublik
Deutschland

Am 21. Dezember wäre der Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte aus diesem Anlass: „Geprägt durch christliche Werte
und gezeichnet von den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs war Heinrich Böll gerade für die junge
Bundesrepublik Deutschland viele Jahre lang moralisches Gewissen und literarische Instanz zugleich.
In seinen Werken hat er immer auch starke gesellschaftspolitische Akzente gesetzt, er hat an den
mündigen Bürger und die Mitmenschlichkeit in Zeiten des Wirtschaftswunders appelliert. Damit war
Heinrich Böll nicht nur Wegbereiter einer neuen deutschen Gegenwartsliteratur, sondern auch eines
öffentlichen Diskurses über unsere Demokratie im Nachkriegsdeutschland.“
Monika Grütters weiter: „Heinrich Bölls Werk ist ein Leuchtturm der jüngeren deutschen
Nachkriegsliteratur und mahnendes Erbe unseres Landes. Deshalb ist es wichtig, dass wir gerade
jungen Menschen Möglichkeiten bieten, sich mit dem Leben, dem Wirken und dem hohem Ethos Heinrich
Bölls auseinanderzusetzen.“
Heinrich Theodor Böll wurde am 21. Dezember 1917 in Köln geboren. Als einer der bedeutendsten
deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit erhielt er 1972 den Nobelpreis für Literatur. Böll
starb im Juli 1985 in Kreuzau-Langenbroich. Zu seinem 25. Todestag erschien eine Gesamtausgabe
seiner Werke in 27 Bänden – die „Kölner Ausgabe“ -, die mit rund 350.000 Euro aus dem Haushalt der
Kulturstaatsministerin gefördert wurde.