Krystyna Koziewicz & Ewa Maria Slaska

nahmen Teil an der

Deutsch-Polnische Kommunalpartnerschaftskonferenz
Treffen der deutschpolnischen Städte, Landkreise und Gemeinden aus Anlass des 25jährigen Jubiläums des Deutsch- Polnischen Nachbarschaftsvertrags
16. November 2016
Auswärtiges Amt (Weltsaal)
Besonders wurden zwei Städtepartnerschaften ausgelobt: Danzig Bremen und Krakau mit Leipzig und Nürnberg. Anwesnd war der Stellvertretende Stadtpräsident Stettins Krzysztof Soska, der eine der Arbeitsgruppen leitete.

Fotos: Krystyna Koziewicz

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14:00 Uhr
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16:00 Uhr

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Unser Partnerschaftsfreund, Herr Franz Eichinger war auch da.

18:00 Uhrsteinmayer220:00 Uhr
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Rede an die Polen. Bundesminister und Präsidentkandidat Dr. Frank-Walter Steinmeier: Wir sollen uns gegenüber barfuß stehen. Erst dann sind wir für uns Menschen und können uns verstehen.

“Meine Damen und Herren,

als ich im April in Warschau war, habe ich gesagt: In Zeiten wie diesen stehen Deutsche und Polen einander barfuß gegenüber! (…) Wir leben in stürmischen Zeiten. Die Krisen in und um Europa machen vielen Menschen Sorgen, in Polen genau wie in Deutschland. In solchen Zeiten werden wir zurückgeworfen auf existenzielle Fragen: Wer sind wir – als Polen, als Deutsche, als Europäer? Und wer sind die anderen?

Es geht um Identität, um Unterschiede, um Verwundbarkeiten. In diesem Sinne stehen wir einander barfuß gegenüber. Ich glaube: In solchen Zeiten, wenn auf politischer Ebene große Probleme anstehen, da kommt es umso mehr auf den Draht zwischen den Menschen an – auf Ihren gesellschaftlichen Beitrag! Und barfuß begann ja schon der Weg der deutsch-polnischen Freundschaft vor über 1000 Jahren. Als der deutsche Otto III. in die Stadt Gnesen kommt, legt er für das letzte Wegstück seine Schuhe ab. Er kommt nach Polen, zu seinem Freund Herzog Bolesław, eben nicht als Kaiser, nicht als Herrscher, sondern als einfacher Pilger, als Mensch. Wenn wir das weiter pflegen, wenn wir uns als Menschen „barfuß“ begegnen -ehrlich und ernsthaft, ohne falsches Makeup und möglichst ohne Vorurteile –dann treten wir uns nicht auf die Füße, sondern dann räumen wir die Steine aus dem Weg, die mitunter noch auf unserem gemeinsamen Weg liegen mögen.

Vielen Dank!”

Die ganze Rede