Open-Air-Ausstellung über die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Mittel- und Osteuropa

04.10.2019 – 24.10.2019
Berlin, Dorothea-Schlegel-Platz (am Bahnhof Friedrichstraße)
Dorothea-Schlegel-Platz 1, 10117 Berlin

After the great War. A New Europe 1918–1923 | Nach dem Großen Krieg. Ein Neues Europa 1918–1923

Open-Air-Ausstellung über die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Mittel- und Osteuropa

Ausstellungsbanner mit zeitgenössischen Motiven, © Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität

Ausstellungsbanner mit zeitgenössischen Motiven, © Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität

Der Erste Weltkrieg veränderte das östliche Europa vollständig. Fast alle Grenzen wurden neu gezogen, oft im Zuge andauernder militärischer Konflikte, die erst 1923 endeten. Nach den ungeheuren Verlusten an Menschenleben und Gütern in den am Krieg beteiligten Staaten wurde mit dem Wiederaufbau der Region begonnen, verbunden mit ihrer Modernisierung. Ein »Neues Europa« entstand.

Das Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität präsentiert auf dem Dorothea-Schlegel-Platz in Berlin eine Open-Air-Ausstellung, welche die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Mittel- und Osteuropa vor Augen führt. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Historikerinnen und Historikern aus über einem Dutzend Ländern und veranschaulicht insbesondere die einschneidenden politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen zwischen 1918 und 1923. Zahlreiche Fotos und weitere historische Dokumente wie Abbildungen, Karten, Filme und individuelle Zeugnisse werden multimedial präsentiert und eröffnen den Besucherinnen und Besuchern ein vielschichtiges Bild des nach dem Krieg entstehenden »Neuen Europa«, das in vielfacher Weise noch immer unsere Gegenwart prägt.

Ausstellungsstation in Prag/Praha (CZ), Herbst 2018, © Dominik Tryba

Ausstellungsstation in Prag/Praha (CZ), Herbst 2018, © Dominik Tryba

Prof. Dr. Jay Winter von der Yale-University, Mitglied des akademischen Beirates der Ausstellung, unterstreicht diesen Aspekt: »Die Geschichte des neuen Europas, das aus den Ruinen von 1914–18 entstand, wurde bisher nicht erzählt. Hier werden die Umbrüche, welche die Welt, in der wir heute leben, formten, auf eine eindrucksvolle Weise dokumentiert und aufgezeigt.« Prof. Dr. Matthias Weber, der Vorsitzende des Lenkungsausschusses des Europäischen Netzwerks Erinnerung und Solidarität, betonte anlässlich der Präsentation: »Die intensive Vorbereitung dieser außergewöhnlichen Ausstellung durch einen internationalen Kreis von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat sich gelohnt. Mir geht es vor allem darum, die in Europa bis heute oft unterschiedlichen Perspektiven auf die Vergangenheit zu verdeutlichen und sie miteinander zu verbinden, um dadurch zur wechselseitigen Verständigung beizutragen.

Weitere Informationen über die Ausstellung, ihre Kuratoren, das Team von Expertinnen und Experten sowie über weitere Stationen finden Sie unter www.enrs.eu/afterthegreatwar.