Poesie aus Stettin

ostPost berlin
Choriner Str. 84, 10119 Berlin
Donnerstag, 27. September 19:00 – 21:00

“Ich weiß wie es nicht ist, und ich weiß nicht wie es ist…”
Es ist eine Titelzeile eines Gedichts von Marek Maj und zugleich der Titel einer CD, die er gemeinsam mit Ryszard Leoszewski aufgenommen hat.

Es mag banal klingen, ist aber eine tiefe Lebenseinsicht, ein Sokratischer Gedanke, auf den sich der Dichter stützt, um die Welt zu beobachten und zu beschreiben, nachzudenken, zu reflektieren, uns hie und da etwas darüber zu sagen. Auf keinen Fall aber will er uns Ratschläge geben, nie wird der Dichter uns sagen, was wir tun sollen, was wissen, was denken… Wir sind einsame Menschen, sagt uns der Dichter, die der grossen unbegreiflichen Welt gegenüber stehen und sich mit Kunst wie mit einem Regenschirm vom Regen der Alltäglichkeit schützen.

Die Gedichte von Marek Maj werden auf Deutsch von Irena Mitręga vorgelesen.

—————————————————

Marek Maj, geb. 1962 in Stettin, ist ein Dichter und Kulturmanager; er arbeitet im Kulturhaus Skolwin und ist Organisator der Gartenmesse, die zweimal im Jahr, im Mai und September, an der berühmten Wały Chrobrego (Hakenterassen) statt findet. Marek Maj hat mehrere Gedichtbänder auf Polnisch veröffentlicht; zehn seiner Gedichte wurden 2017 im Rahmen der von uns organisierten Translator Workshop ins Deutsche übersetzt. Sie wurden in dem Onlinemagazin Stadtsprachen veröffentlicht und werden jetzt dem Berliner Publikum präsentiert.
—————————————————-
Ryszard Leoszewski, ist Pädagoge, Komponist und Leader der Musikgruppe Sklep z ptasimi piórami (Ein Laden mit dem Vogelgefieder); seit ein paar Jahren ist er auch der Ehrenbotschafter Stettins. Er hat viele Gedichte von Marek Maj vertont – so viele, dass es für eine gemeinsame CD und ein Programm Leoszewski Majem reichte… An dem Abend werden wir ihn in einem Teil des gemeinsamen Repertoires hören.
—————————————————–
Irena Mitręga ist eine in Polen geborene Germanistin, Autorin und Literatur-Übersetzerin, die uns auch durch den Abend führen wird.


Und zum hören: