Veranstaltungsreihe „Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv“

Dienstag, 12. April 2016, 17.00 Uhr
Treffpunkt: Foyer im Stasi-Museum, Ruschestraße 103, 10365 Berlin-Lichtenberg                                                         

Staatssicherheit
Ein Lesebuch zur DDR-Geheimpolizei

Wie hat sie funktioniert, die Stasi? Das Lesebuch zur Staatssicherheit
lädt dazu ein, sich dieser Frage zu nähern. Zur Vorstellung des Buches
spricht die Herausgeberin, Prof. Dr. Daniela Münkel, mit Dr. Bernd Florath und Angela Joosten (Moderation) über wichtige Aspekte der DDR-Diktatur und ihrer Geheimpolizei.

Wer waren die Minister für Staatssicherheit? Welche Rolle spielten Inoffizielle Mitarbeiter bei der
Sicherung der Macht der SED? Welchen Einfluss hatte die Stasi auf das
alltägliche Leben der DDR-Bevölkerung? Diese und weitere Fragen sind
Teil eines offenen Gesprächs über die Herrschaftsmechanismen in der
DDR.

Zur Einstimmung in das Thema erfolgt eine kurze Führung durch die
Ausstellung “Staatssicherheit in der SED-Diktatur” im Stasi-Museum.
Besichtigt werden u.a. die historischen Diensträume Erich Mielkes, des
letzten Ministers für Staatssicherheit der DDR, die seit 1990
weitestgehend in ihrem Originalzustand erhalten sind.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe “Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv”.
Darin präsentieren Archivare, Rechercheure und Forscher aktuelle
Forschungsergebnisse und Veröffentlichungen des BStU. Sie geben
Einblicke in fachspezifische Methoden und Arbeitsweisen mit den
Stasi-Unterlagen.

Der Eintritt ist frei.

Montag,18. April 2016, 19.00-21.00 Uhr 

Ort: Humboldt-Universität, Theologische Fakultät, Burgstr. 26, 10178 Berlin

Überwachung und Zersetzung    

Theologiestudenten und die Stasi                                                                 

Der Dokumentarfilm ” Der Stasimann in Schweden” ist der Versuch einer Annäherung an den Spion Aleksander Radler alias “Thomas”. Im Winter 2014 besuchte Prof. Anders Törnvall aus dem schwedischen Lund die BStU-Auβenstelle Frankfurt (Oder). Er wollte wissen, ob er von IM “Thomas”, der heute in Schweden lebt und dort als Pfarrer tätig ist, verraten wurde. Begleitet wird er von einem Team und den Dokumentarfilmer Ryszard Solarz. Nach der Akteneinsicht reist Törnvall durch das Land, sucht und interviewt Zeitzeugen und macht sich auf den Weg, dem Leben von IM “Thomas” nachzuspüren. Der Film basiert auf Stasi-Unterlagen, die in der Auβenstelle Frankfurt (Oder) rekonstruiert wurden.

Im Anschluss an die Filmpräsentation diskutiert der Leiter der BStU-Auβenstelle Frankfurt (Oder), Rüdiger Sielaff, mit Zeitzeuge Dietmar Linke und Dr. Klaus Jochen Arnold (Konrad-Adenauer-Stiftung).

Eine Kooperationsveranstaltung der Humboldt-Universität zu Berlin, der BStU-Auβenstelle Frankfurt/Oder, der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und dem Politischen Bildungsforum Brandenburg.


Der Eintritt ist frei.