Netzwerk für Sicherheit und Resilienz in der Grenz- und Ostseeregion
Durch den Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, und die hybride Bedrohung der EU und der Ostseeregion durch Russland stehen Deutschland und Polen vor gemeinsamen geostrategischen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund zielt das Oder-Partnerschaftsprojekt „Netzwerk für Sicherheit in der Grenz- und Ostseeregion“ (NSGO) der Berliner Organisation Städtepartner Stettin e.V. und des Internationalen Zentrums für Interdisziplinäre Studien in Kulice (Universität Szczecin) darauf ab, Expert*innen für Sicherheit und Resilienz in der Ostseeregion und der deutsch-polnischen Grenzregion mit Beamt*innen, Unternehmer*innen und Akteuren der Zivilgesellschaft zu vernetzen, die sich mit kritischer Infrastruktur, Zivilschutz und anderen Aspekten der regionalen Sicherheit befassen. Der besondere Fokus ist dabei die Region der Oder-Partnerschaft, insbesondere die deutsch-polnische Grenzregion Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Berlin/ Woiwodschaft Zachodniopomorskie („Westpommern“). Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, die Öffentlichkeit auf beiden Seiten der Oder über diese Herausforderungen und nicht zuletzt über die unterschiedlichen nationalen Herangehensweisen zu informieren.
In zwei Workshops und Podiumsdiskussionen, in Stettin am 30.09 im Technopark Pomerania (tbc) und in Berlin am 25.11 im International Club Berlin (tbc), widmen wir uns unter anderem folgenden Fragen:
● Welche Lehren aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine lassen sich auf den Schutz der Ostsee übertragen?
● Wie lässt sich die Resilienz der Ostseeregion gegenüber hybriden Bedrohungen, einschließlich Cyberattacken und Desinformationskampagnen (so genannte kognitive Resilienz), stärken?
● Wie lässt sich der Schutz der kritischen Infrastruktur in solchen Bereichen wie Energie, Transport, Wasserversorgung, digitale
Infrastruktur in einer deutsch-polnischen oder internationalen Zusammenarbeit in der Grenz- und Ostseeregion organisieren?
● Wo liegen zentrale Unterschiede im Schutz der kritischen Infrastruktur und im Umgang mit hybriden Bedrohungen in Deutschland und in Polen?
● Wie hängt die Industriepolitik mit der Sicherheitspolitik in den beiden Ländern zusammen und welche Konsequenzen für die Grenzregion haben die neuen industrie- und sicherheitspolitischen Maßnahmen?
● Wie können zivile und militärische Akteure im Sinne eines Whole-of-Society-Ansatzes enger zusammenarbeiten?
● Wie können wir das Bewusstsein für hybride Bedrohungen in der Ostseeregion in Deutschland und in Polen stärken?
● Wie können Kommunen auf beiden Seiten der Grenze ihre Krisenvorsorge besser koordinieren?
● Welche Rolle spielen Hochschulen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft bei der Stärkung der Sicherheit im Grenzraum?
● Wie kann der zivile Bevölkerungsschutz verbessert werden?
Haben Sie Interesse, Teil unseres Netzwerks zu werden, und sich an den Diskussionen zu beteiligen? Schicken Sie uns eine kurze Information über Ihre Interessen und einen möglichen Beitrag zusammen mit Ihrer kurzen Biographie an info@staedtepartner-stettin.org bis zum15. August.
Das Projekt wird aus dem Oder-Partnerschaftsprogramm des Berliner Senats finanziert.
